Nene Vasquez von Brazilectro
The Midden aus Glasgow
The Java Kings - die Band mit Bar auf der Bühne
7. Kasseler Honky Tonk® Kneipenfestival

Marathon für Ohren und Beine

Kassel. Nicht sieben, sondern gleich 16 Bands und zwei DJ´s auf einen Streich sind beim 7. Honky Tonk® Kneipenfestival in Kassel zu erleben. Daher heißt die Devise am Samstag, 8. Oktober: „Runter vom Sofa, rein ins pralle Party-Vergnügen!“ Von Rock bis Soul, von Folk bis Tiki Bamboo – everything goes! Also, Augen weit, Ohren auf und eintauchen in die ganz spezielle Honky Tonk® Welt der handgemachten Livemusik. Zwischen 20 und 3 Uhr wird über der
Honky Tonk® erprobten Stadt Kassel der musikalische Ausnahmezustand verhängt, denn am 8. Oktober geben sich Musiker aus allen Himmels- und Stilrichtungen ein Stelldichein und absolvieren in 17 angesagten Locations den siebenstündigen Livemusik-Marathon. Ihre Honky Tonk® Premiere erleben dabei das Mirage, das Wumpi, das Cook und das Starship.

Ein ganz besonderer musikalischer Leckerbissen wartet im Gleis 1 auf die Honky Tonker, dieser Gig ist ein Muss für alle Club-Fans: Brazilectro sorgt mit coolen Grooves, Clubtracks und brasilianisch interpretierten Songs für totale Entspannung. Chillen mit einer kühlen Caipirinha in der Hand und den Tracks von samtweich bis quirlig, von Jazz bis Neo Bossa Nova im Ohr – auch so kann man das 7. Honky Tonk® in Kassel genießen. – Eine Prise Südpazifik weht dagegen durch das Cook, wenn die Java Kings die Bühne entern. Über die Kasseler Lokalmatadore muss eigentlich nicht viel gesagt werden, außer: Wer diese mitreißende Show samt Baströckchen und Bar auf der Bühne verpasst, ist selber schuld! - Musikalisches Kontrastprogramm im Sockenschuss: Dort bietet das Trio Yallency Brown tanzbaren, groovigen Reggae, der sofort in Ohren und Beine geht. – Am Martini Open Air Gelände spielen in den angrenzenden Locations Joe’s Garage und Faust Jonny B. & Crush. - Wer schon immer wissen wollte, was Sting, Paul Simon, Steely Dan oder die Doobie Brothers in ihren Songs erzählen, kann sich von der deutsch-japanischen Sängerin Yoko Übersetzungsvorschläge in deutscher Sprache präsentieren lassen. Sie steht zusammen mit ihrer fünfköpfigen Band auf der Bühne des Mirage und serviert musikalische Leckerbissen von Soulpower bis Chanson. - Richtig rocken und krachen wird’s im Fiasko: Dort spielen im Wechsel die Bands The No Notes und Rockmachine. Letztere nennt sich selbst „Kassels dienstälteste Party-Rockband“. Gecovert wird alles, was sich nicht wehrt, Spaß macht und richtig abgeht – von A wie AC/DC über S wie Status Quo bis Z wie ZZ Top. Laut und dreckig – die No Notes spielen „Dirty Rock’n’Roll“, der irgendwann in den 50ern seinen Siegeszug begonnen hat. Ihre Musik ist ein Tribut an die Helden des Rock und ihre Gigs sind eine schweißtreibende Melange aus Energie, Harmonie und Parodie.- Ganz andere Töne schlagen dagegen die drei Schwestern aus Glasgow, The Midden, im Shamrock an. Denkt man an Folkrock, sieht man bärtige Barden oder kernige Kerle mit vom Whiskey geätzter Stimme und sentimentaler Seele vor dem geistigen Auge. Mit diesem Klischee räumen die drei Reid-Schwestern, Meggan, Hazel und Kate, kräftig auf. Sie bieten schottische, irische und gälische Musik vom Zartesten bis zum Furiosen, zauberhaft und faszinierend – irgendwie bekannt und doch gänzlich anders als gewohnt. Was man auch auf gar keinen Fall verpassen sollte: Die Blues-, Jazz- und Gospelsängerin Sydney Ellis, die mit ihren beiden exzellenten Musikern als Trio im Come In in der Kö-Galerie zu erleben sein wird. Zum Repertoire der Jazz-Diva mit großen Stimme gehören Songs von Künstlern wie Bessie Smith, Louis Armstrong, Nat King Cole, aber auch viele eigene Werke werden für Gänsehaut-Feeling beim Publikum sorgen.

Mit dem Vorverkaufsticket bzw. dem Eintrittsarmbändchen hat man zwischen dem 8.Oktober ab 17 Uhr und 9. Oktober, 7 Uhr, freie (kostenlose) Fahrt in allen Bussen, Tram und Bahnen (außer ICE) im Kassel-Plus-Gebiet. Also, einfach das Auto stehen lassen und kostenlos mit Bus und Tram von Kneipe zu Kneipe und nach dem Honky Tonk® gemütlich nach Hause shuttle'n .
15.09.2005


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